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Social Media im Business – der Irrweg des Jahrhunderts?

Kennen Sie das auch?

Als UnternehmerIn überlegen Sie, Ihr Business um einen zusätzlichen Vertriebskanal zu erweitern. Nachdem Sie alle herkömmlichen Wege bereits nutzen, kommen Sie auf die Idee: Ich verkaufe jetzt über das Internet.

Eine Kurzumfrage im Kollegenkreis ergibt: Sie sollten „Social Media“ nutzen. Dort wird Geld verdient; das machen jetzt alle.

Bevor Sie sich in dieses Abenteuer stürzen, lassen Sie uns gemeinsam anschauen, wie der Social Media Weg aussieht, welche Fallen dort lauern können und auf was Sie sich eigentlich einlassen.

Die 7 Phasen des Social Media Wegs

Phase 1 – Das unbekannte Land

Ein Unternehmer hat noch nie etwas von Social Media gehört und weiss noch nichts von den Möglichkeiten dort.

Auf der Suche nach neuen Vertriebsmöglichkeiten eröffnet sich die schöne, neue Social Media Welt. Kollegen, Bekannten, Freunde kommen geradezu ins Schwärmen über die neuen Chancen.

Eine kurze Suche im Internet zeigt Erfolgsbeispiele ohne Ende …

Phase 2 – So ein Quatsch

Zunächst wird die neue Welt von Vertrieb über Social Media vehement abgelehnt.

  • „Wir machen seit zig Jahren Vertrieb und so etwas haben wir noch nie gebraucht.“
  • „Bisher ging es auch ohne dieses ganze neumodische Zeug.“
  • „Wenn das so toll wäre, wäre mein Nachbar ach dort.“

Viele Unternehmer kennen diese und ähnliche Gedanken.

Phase 3 – Überzeugung

Ganz lässt das Thema den Unternehmer nicht los.

Die Erfolgsmeldungen häufen sich (und tatsächlich macht auch der Nachbar bereits in Social Media).

Doch nicht nur im unmittelbaren Umkreis wird das hohe Lied des Social Media Erfolgs gesungen. Auch in der Allgemein- und Branchenpresse, auf Tagungen und bei Vorträgen finden sich immer öfter Berichte über den neuen Vertrieb über das Internet.

Den Ausschlag gibt der Kollege, der ganz euphorisch von seinen Followern, Freunden erzählt. Und rechnerisch darstellt, dass er schon nach kurzer Zeit in seinem Businessnetzwerk über ein Vertriebspotenzial von 3.143.885 Kontakten 3. Grades verfügt. Kontakte, die ganz offensichtlich nur darauf warten, Angebote zu erhalten.

Der Unternehmer ist überzeugt und macht sich auf den Weg.

Phase 4 – Aktivität

Viel hilft viel.

Nach diesem Motto startet der Unternehmer jetzt seine Aktivitäten.

Er eröffnet Accounts bei den größten Netzwerken wie bspw.

  • Facebook
  • Twitter
  • Xing
  • GooglePlus
  • Linkedin

Gleichzeitig startet er einen Blog, um dort regelmäßig zu schreiben und diese Artikel für seine Social Media Aktionen zu nutzen.

Bei seinen Recherchen hat der Unternehmer auch Kurse von Spezialisten gefunden. Titel wie „So gewinnen Sie in einem Tag 10.000 Facebook-Freunde mit denen Sie stündlich 1.000 € verdienen – ohne Arbeit und ohne Kosten.“ geben ihm Hoffnung auf schnelle Erfolge. Denn was der 21jährige Fließbandarbeiter, der in wenigen Wochen zum Internet-Millionär wurde, schafft, traut sich der Unternehmer auch zu. Also erwirbt er einige Kurse und nimmt sich vor, diese durchzuarbeiten und umzusetzen.

Phase 5 – Ernüchterung

Nach einigen Wochen Social Media zieht der Unternehmer Bilanz. Und ist ernüchtert.

Viele, viele Stunden hat er bisher mit seinen Aktivitäten verbracht. Der erhoffte Vertriebserfolg ist bisher ausgeblieben.

Doch schnell zeigt sich der nächste Lichtblick am Horizont.

Phase 6 – Automatisierung

Die Erkenntnis des Unternehmers: Er verbringt zuviel Zeit mit Social Media!

Automatisierung ist die Lösung.

Also nimmt er nochmals Geld in die Hand und kauft sich Tools, um Social Media zu automatisieren. Vollautomatisch wird er sich ab jetzt reich kontakten.

Auf die Frage, ob sich seine Xing-Kontakte nicht wundern werden, wenn ein Ihnen völlig Unbekannter nachts für sie aufsteht und ihnen morgens um 3:37 Uhr einen Geburtstagsgruß sendet, kommt er erst später.

Phase 7 – Resignation

Nachdem der gewünschte Erfolg nach wie vor ausbleibt, muss sich der Unternehmer eingestehen:

Es ist doch nicht so einfach mit Social Media, wie alle erzählt haben. Um dort wirklich erfolgreich sein, muss viel, viel Zeit investiert werden. Erfolge sind nach erhebnlichen Anfangsinvestitionen zwar möglich, aber nicht garantiert!

Viele andere Unternehmer sind den gleichen Weg gegangen wie er und verwenden inzwischen ebenfalls Automatisierungslösungen. Und so ist so manches Mal das was „Social Media“ genannt wird, nur noch „Automat spricht mit Automat.“

Zu den vielen verwaisten Accounts, Profilen und Webseiten gesellt sich die jetzt auch unseres Unternehmers …

Woher ich das alles weiss

Wenn Sie bis hier gelesen haben, fragen Sie sich vielleicht, wie ich auf die Idee zu diesem Artikel gekommen bin. Und woher ich das alles weiss.

Die Antwort ist ganz einfach.

Alle beschriebenen Phasen (und noch einige mehr) habe ich selbst erlebt und durchexerziert.

Eine mögliche Lösung

Erfolg mit Social Media kann durchaus möglich sein.

Sofern Sie sich dort regelmäßig (und gerne) über einen langen Zeitraum engagieren UND wenn diese Aktivitäten zu Ihnen passen!

Ist die einzige Motivation, „schnell Kohle zu machen“, kann es gut sein, dass sich Ihre Vorstellungen nicht erfüllen.

Mein Tipp

Wenn Sie in sozialen Netzwerken aktiv werden wollen (oder bereits sind), beschränken Sie sich auf eine einzige Plattform.

Was ich empfehle

Egal, ob Sie auf Xing, Facebook, GooglePlus oder mit einem eigenen Blog im Internet Kunden gewinnen wollen.

Sorgen Sie IMMER dafür, dass Sie einen (oder mehrere) Marketing-Funnel nutzen und alle Aktivitäten darauf abgestimmt sind, Ihre Marketing Funnel zu befüllen und zu betreiben.

Mehr dazu folgt …

Korrekt dargestellt? Übertrieben?

Haben Sie die gleichen Erfahrungen gemacht? Oder ganz andere?

Diskutieren Sie mit und hinterlassen Sie einen Kommentar.

2016-11-30T17:55:31+00:00Categories: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Social Media im Business – der Irrweg des Jahrhunderts?

About the Author:

Peter Arndt ist Autor von über 100 Artikeln in Fachzeitschriften, mehreren Büchern, über 200 Fachartikeln im Internet und war Herausgeber von einem der ersten Experten-Newsletter für Marketing und Vertrieb in Deutschland.

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