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So bringen Sie jedes Webprojekt zum Kippen

Die Erstellung einer neuen Internetseite, oder die Überarbeitung einer bestehenden, ist ein ziemlich komplexes Projekt.

10 todsichere Tipps, wie Sie jedes Internetprojekt zum Scheitern bringen können.

Warnung: Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Kompetenz absprechen

Sprechen Sie Ihrem Webdesigner von vornherein seine Kompetenz ab. Es mag ja durchaus sein, dass er (oder sie) den Job richtig gelernt hat. Sie sind trotzdem der Chef. Und Sie bestimmen, wo es langgeht.

Auch wenn der Webdesigner noch so tolle Vorschläge und Ideen einbringt; es ist Ihre Firma, Sie haben die Kompetenz und Sie entscheiden.

Vorstellungen nicht kommunizieren

Äußern Sie keine Vorstellungen über das Aussehen der neuen Webseite. Die Aussage „Etwas Bildgewaltiges soll es sein. Mit Emotionen und so …“ muss zunächst reichen.

Schließlich wird der Webdesigner dafür bezahlt, dass er genau solche Vorstellungen umsetzt. Lassen Sie ihn deshalb sein Konzept erstellen. Sobald diese Arbeit erledigt ist, können Sie immer noch damit herausrücken, was Sie eigentlich im Kopf hatten.

Delegation I

Delegieren Sie schnell. Die Arbeit an der Internetseite ist nichts für Sie als Chef. Deshalb delegieren Sie am besten alle Arbeiten an jemand anderen in Ihrem Betrieb.

Vielleicht an die Sekretärin, denn die hat ja sonst auch mit Texten und mit Gestaltung zu tun. Irgendwie. Weiss diese auch nicht, wo es hingeht, haben Sie ja den Webdesigner. Er ist Profi. Er wird es schon richten.

Für die absolute Wirksamkeit dieses Tipps gibt es eine zusätzliche Komponente. Untersagen Sie dem Webdesigner, mit Ihnen direkt Kontakt aufzunehmen. Dafür haben Sie schließlich Ihre Leute.

Delegation II

Nachdem Sie die Zusammenarbeit mit dem Webdesigner delegiert haben, kümmern Sie sich am besten monatelang um nichts mehr. Überlassen Sie die Zusammenarbeit denen, die Sie dafür bezahlen. Sollte Ihnen am Schluss irgendetwas nicht gefallen, können Sie dies bei der Endabnahme immer noch kommunizieren.

Experten einschalten

Schalten Sie weitere Experten ein. Verlassen Sie sich niemals darauf, dass der von Ihnen beauftragte Webdesigner seinen Job richtig macht und holen Sie immer qualifizierte Meinungen anderer ein (je mehr, desto besser).

Ihr Nachbar hat einen Sohn, dessen Kumpel jemanden kennt, der vor drei Jahren ein Buch über Internetmarketing gelesen hat? Perfekt. Fragen Sie diesen unbedingt nach seiner Meinung, und lassen Sie bei Ihrem Webdesigner einfließen, dass Sie auch andere Experten an der Hand haben. Der Webdesigner soll sich keinesfalls ungestört fühlen und immer wissen: Sie haben ein waches Auge auf seine Arbeit.

Die Vorhangfraktion beteiligen

Nutzen Sie die „Vorhangfraktion“ als weiteres Expertengremium. Sobald die ersten Entwürfe fertig sind, sollten Sie diese im Verwandten- und Bekanntenkreis besprechen.

Ihre Schwägerin hat vor 20 Jahren ein halbes Semester Innenarchitektur studiert? Superklasse. Fragen Sie sie (und viele andere, die Sie, wenn auch nur flüchtig, kennen) unbedingt nach ihrer Meinung.

Und wenn die Farbe der Webseite auf dem Bildschirm nicht zu den Vorhängen in Ihrem Esszimmer passt, scheuen Sie sich nicht, Ihre Farbvorstellungen zu kommunizieren (die Endabnahme wäre ein günstiger Zeitpunkt dafür). Ihr Webdesigner ist schließlich der Profi, der Ihre Farbvorstellungen mit ein paar Klicks verwirklichen können sollte.

Prioritäten setzen

Angenommen Sie haben mit Ihrem Webdesigner einen festen Zeitpunkt für die Lieferung von Unterlagen vereinbart und Sie wissen, dass dieser sich zum vereinbarten Termin Zeiträume für Sie freihält. Dann sollten Sie trotzdem stets die wirklich wichtigen Dinge im Auge haben. Nämlich die Dinge, die die Aufmerksamkeit in Ihrem Betrieb erfordern.

Der Firmenhund leidet an Verstopfung? Die Scheibenwaschanlage des Firmenwagens ist eingefroren? In der Kantine gibt es schon das dritte Mal diesen Monat Schnitzel? DAS sind die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben und um die Sie sich zuerst kümmern müssen.

Jeder, auch Ihr Webdesigner, muss verstehen, dass solche Themen Vorrang haben. Er wird wohl noch etwas anderes zu tun haben, als auf Sie zu warten.

Liefern Sie Unterlagen immer dann, wenn es bei Ihnen gerade im Betrieb passt.

Unterlagenlieferung

Liefern Sie alle Unterlagen so, wie diese bei Ihnen vorhanden sind (siehe auch vorigen Punkt).

Bei Texten muss es ausreichen, wenn Sie diese per Fax bereitstellen. Ihr Webdesigner wird ja wohl etwas damit anfangen können. Wenn nicht, sollten Sie spätestens jetzt dessen Professionalität anzweifeln.

Sofern Sie Grafiken liefern, betten Sie diese am besten in ein Winword-Dokument ein und überlassen Sie dieses dem Webdesigner. Eventuell kommt Ihnen dieser mit Pixeldichte, DPI-Anzahl oder sonstigen Fremdwörtern.

Gehen Sie nicht darauf ein!

Sie haben schließlich geliefert, und Ihr Webdesigner ist der Profi, der die Grafiken bearbeiten können sollte. Eventuell sollten Sie überlegen, Ihren Auftrag anzupassen.

Die professionelle Endabnahme

Ihr Webprojekt läuft nun schon eine ganze Weile, und das Ergebnis steht vor der Endabnahme.

Diese sollten Sie nicht kommentarlos hinnehmen. Auch hier haben Sie noch alle Freiheiten, Ihre neue Internetseite so zu gestalten, wie es für Sie passend ist.

Bei der Endabnahme hat sich eine stufenweise Herangehensweise bewährt:

In der ersten Stufe konkretisieren Sie, am besten zum ersten Mal, Ihre Vorstellungen, wie die Seite auszusehen hat. Ob dies erheblich von dem erarbeiteten Konzept abweicht, ist nicht Ihr Thema. Sie sind der Auftraggeber!

In der zweiten Stufe definieren Sie am besten einen kurzfristigen Termin, zu dem der Webdesigner die geänderte Seite abliefern soll. Die ganze Geschichte hat sowieso schon viel zu lange gedauert.

Zuletzt weisen Sie in der dritten Stufe unmissverständlich darauf hin, dass die Überarbeitung auf Kosten des Webdesigner geht. Lassen Sie sich nicht darauf ein, noch einmal oder zusätzlich für etwas zu bezahlen, was Sie bereits bezahlt haben.

Zahlung verzögern oder ganz verweigern

Zahlen Sie einfach nicht, wenn Ergebnis immer noch nicht Ihren Vorstellungen entspricht.

Haben Sie inzwischen die Webseiten der Konkurrenz angeschaut und zwölf neue Ideen gefunden, die Sie noch auf Ihrer Webseite brauchen? Und Ihr Webdesigner murmelt etwas von einem neuen Zusatzauftrag?

Oder wurden bei Ihnen Zuhause die Vorhänge im Esszimmer gewechselt, und der Webdesigner weigert sich beharrlich, die Internetseite der Farbe der neuen Vorhänge anzupassen?

Das ist Leistungsverweigerung, die Sie nicht durchgehen lassen sollten. Verzögern Sie die Zahlung oder zahlen Sie so lange nicht, bis alle, wirklich alle, Ihre Wünsche verwirklicht sind.

Extratipp

Wenn der Webdesigner darauf besteht, seine geleistete Arbeit fristgerecht bezahlt zu bekommen, ziehen Sie das Webprojekt einfach auf eine andere Seite um. Übernehmen Sie die Inhalte, die der Webdesigner geliefert hat und reagieren Sie auf weitere Kontakte überhaupt nicht mehr.

Der soll erst mal kommen. Dann wird er Sie erst richtig kennen lernen.

Alle Tipps funktionieren bereits gut, wenn Sie nur einen oder zwei aussuchen und anwenden.

Unschlagbar werden Sie, wenn Sie ALLE Tipps für ein Projekt nutzen.

2018-05-31T11:36:01+00:00Categories: Allgemein, Service|Tags: |Kommentare deaktiviert für So bringen Sie jedes Webprojekt zum Kippen

About the Author:

Peter Arndt ist Autor von über 100 Artikeln in Fachzeitschriften, mehreren Büchern, über 200 Fachartikeln im Internet und war Herausgeber von einem der ersten Experten-Newsletter für Marketing und Vertrieb in Deutschland.

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