„Marketing Automation? In meinem Betrieb? Das geht nicht!“ So denken (leider) nach wie vor viele Unternehmer.

Geht Marketing Automation tatsächlich nur „bei den Großen“ und in bestimmten Branchen? Ich bin überzeugt, dass beinahe jedes Unternehmen Leads und neue Kunden durch intelligente (und automatisierte) Marketingprozesse gewinnen kann. Auch die, die heute vielleicht noch nicht einmal davon träumen.

In loser Folge lesen Sie deshalb bei uns Praxisbeispiele verschiedenster Branchen. Sowohl Beispiele die wir für Kunden realisiert haben, als auch Ideen, die noch auf Verwirklichung warten.

Heute: Marketing Automation für Buchautoren

Die Situation

Spätestens seit der Einführung des Amazon Kindle Publishing ist es beinahe jedem möglich, Buchautor zu werden.

Das hat Folgen. Einerseits wird dadurch viel publiziert, das besser niemals das Licht der Welt erblickt hätte. Andererseits finden sich viele „Perlen“, die auf normalem Weg keinen Verlag gefunden hätten. Um letzere geht es mir.

Bei einigen Büchern, Fachbücher aber auch Belletristik,  habe ich spontan das Gefühl: „Von diesem Autor will ich mehr lesen.“

Damit beginnt manchmal das Problem. Es gibt nämlich, gerade bei neuen Autoren,  (noch) keine weiteren Bücher.

Mit Glück findet sich eine Homepage des Autors. Leider so gut wie immer nur mit den üblichen Inhalten. Viele Texte und einige Bilder. Aus.

Leadgewinnung

Angenommen, auf der Autorenwebseite gäbe es eine Eintragungsbox für meine E-Mail-Adresse. Und mir wird eine Leseprobe des nächsten Buches versprochen. Zu guter Letzt käme der Hinweis, dass ich sofort über Neuerscheinungen benachrichtigt werde.

Dann würde ich meine E-Mail-Adresse sicherlich dort eintragen. Und wäre damit ein Lead für den Autor geworden.

Womöglich wäre es vielen anderen Lesern auch so ergangen. Und der Autor hätte sich eine Interessentenliste aufgebaut, mit der er unmittelbar nach einer Neuerscheinung die ersten Buchkäufer mit dem berühmten “Knopfdruck” gewonnen hätte.

Marketing Automation

Die Eintragung in die Interessentenliste ist nur ein erster Schritt zum Einstieg in einen sog. „Marketing Funnel“. Um das Interesse der aktuellen und zukünftigen Leser aufrecht zu erhalten, könnten sich weitere Nachrichten anschließen.

Zum Beispiel:

  • Ein Probekapitel.
  • Eine Umfrage: „Wie soll es mit Figur X weitergehen?“ (bei Romanen).
  • Eine Nachfrage, welche Themen aus Lesersicht zusätzlich behandelt werden sollen.
  • Impressionen vom Schreiben.
  • Promotion eines zum Buch passenden Produkts (Affiliate-Programm!).
  • Die Ankündigung einer Autorenlesung (zum neuen oder alten Buch).
  • Impressionen von der Lesung.

Das Problem besteht nicht darin, keine Ideen für Inhalte zu haben. Oft fehlt lediglich der Impuls, Ideen zu suchen.

Marketing

Zum Schluss kann der Autor weitere Maßnahmen planen.  Der Fokus dabei: Nicht der direkte Verkauf eines Buches, sondern die Eintragung in die Interessentenliste. Verkauft wird anschließend im Marketing-Funnel.

Die Pflichtübung: In allen Publikationen auf den Verteiler hinweisen und jeden Leser bitten, sich dort einzutragen.

Zusatztipp

Bei Kindle-Publikationen sollte die Aufforderung zum Eintrag direkt zu Beginn platziert werden, damit sie auch von denen wahrgenommen wird, die nur die Leseprobe herunterladen.